Auch Miss Piggy trägt Jasmin The Strange // Interview mit einer umtriebigen und durchweg charmanten Designerin

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Die in Berlin tätige Designerin Jasmin Reuter hat vor gut zwei Jahren das Kopfschmuck-Label “Jasmin The Strange” gegründet und ist seitdem in der Berliner Society umtriebig. Die Glitter-Ladies der Berliner Burlesque-Szene sind mit ihre treusten Fans, aber seit kurzem haben auch Hollywood-Stars wie Miss Piggy die Stil-Ikone für sich entdeckt. Wir haben Jasmin Reuter ein paar Fragen zu Inspiration, Berlin und der Mode gestellt…

ib: Seit wann machst Du, was Du machst und mit welcher Motivation? Mein Label „jasminthestrange“ ist noch recht jung – offiziell seit Anfang/Mitte 2012. Aber natürlich habe ich mich schon lange vorher mit Konzeptionen und Design von eigener Kleidung und vor allem Accessoires beschäftigt, ungefähr seit 8 Jahren.
Meine Motivation ist es, besondere Stücke für besondere Menschen zu erschaffen.

ib: wir kennen Dich schon ein Weilchen und Du erfindest immer wieder neue Schmuckstücke und zu diversen Themen passende Modelle – woher kommt die Inspiration? So kitschig wie es klingt: Das Leben, die Natur in allen ihren Facetten und ihrer Vielfalt, die vielen schillernden Persönlichkeiten die mich umgeben, Musik, Filme, dies alles dient mir immer wieder aufs Neue als Inspiration; wobei ich meinen Burlesque-Einschlag definitiv nicht leugnen kann.

Ansonsten liebe ich so ziemlich alles von Tim Burton. Für mich ist er der Inbegriff von Stil, Atmosphäre und Geschmack. Aus jedem seiner Filme, Artworks oder Geschichten schöpfe ich so viele neue Ideen und Ansätze – dabei muss das Ergebnis nicht zwangsweise düster oder bizarr ausfallen, es ist für mich mehr ein Auslöser, ein Impuls für meine kreative Arbeit.

ib: wie kam es, dass Miss Piggy einen von Dir designten Hut getragen hat? Schon seit meiner Kindheit bin ich riesengroßer Miss Piggy-Fan und als ich hörte, dass sie für ihren neuen Kinofilm auf Promotour nach Berlin kommen wird, konnte ich einfach nicht widerstehen, die Gelegenheit zu nutzen. Durch einen guten Freund konnte ich ihr das extra mit Ohrloch designte Hütchen zukommen lassen, welches auf Anhieb sehr großen Gefallen gefunden hat und auch gleich im folgenden Interviewtermin getragen und in Szene gesetzt wurde.  Alles in Allem kann man sagen: Schwein gehabt!

ib: für wen würdest Du auch noch gern einen Kopfschmuck kreieren? Mein allerallergrößter Traum wäre es, ein Projekt bzw. einen Film von Tim Burton mit meinen Kreationen auszustatten.

ib: hast Du ein Bild von Deinem Lieblings-Kopfschmuck? Hmmm, schwierig – ich liebe alle meine Kindchen…und mit jeder neuen Anfertigung kommt ein neues Lieblingsstück dazu. Für mich ist es schier unmöglich, ein einziges Stück herauszupicken, da alle auf ihre ganz eigene Weise bezaubern. OK, zugegebenermaßen liegen mir die großen Showstücke, an welchen ich aufgrund eines hohen Maßes an Detailreichtum und meistens ganz besonderen Herausforderungen sehr zeitintensiv arbeite, besonders am Herzen.

 ib: ein absoluter Mode-Faux-Pas ist: Auch wenn ich mir damit nicht unbedingt Freunde machen werde: Für mich sind die gesamten 80er Jahre ein einziger Mode-Faux-Pas. Todsünde ist es natürlich auch, ohne stilvollen Haarschmuck vor die Türe zu gehen, aber da kann ich gern Abhilfe schaffen ;P

ib: Berlin als Modestadt ist für Dich: Viel Inspiration!

Vielen Dank für das Interview! Mehr von Jasmin The Strange gibt es auf DaWanda oder Facebook.

Interview: Mia Morris