3 South and Banana macht es wieder

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Gestaltwandelnde Psychedelia als Soundtrack für deinen Sommer (sobald wir wieder raus dürfen…)

3 South & Banana ist der Nom de Guerre des in Berlin ansässigen Aurélien Bernard, eines Multiinstrumentalisten, Singer-Songwriters und Produzenten. Die neue Single 3S&B geht seinem sehnsüchtig erwarteten, gleichnamigen Album 3 South & Banana voraus, das am 10. April mit freundlicher Genehmigung des Labels Some Other Planet erscheint.

Die Review dieser Single war für mich eine Übung in Frustration, und ich beabsichtige dies als Kompliment

Die Review dieser Single war für mich eine Übung in Frustration, und ich beabsichtige das als Kompliment, wie ich jetzt erklären werde. Dieses Lied, und in der Tat das gesamte Album, ist dazu bestimmt, sonnige Tage, Roadtrips, Campingausflüge und dergleichen zu vertonen. Die Sonne ist draußen (zumindest während ich dies schreibe), und doch sind wir hier in der Covid-19-Quarantäne und können uns nicht zum Strand aufladen, da dieses Lied uns dazu drängt.

Ich meine, ich weiß, es ist kaum noch April, aber so verlockend ist diese Platte, dass man beunruhigend bereit ist, diese Tatsache zu vergessen und mit dem Ausgraben der Badebekleidung zu beginnen.
Wenn man sich vorstellt, dass der psychedelische Volksheld Syd Barrett einen fröhlichen französischen Akzent entwickelt hat und durch die Zeit gereist ist, um das Kommando über Tame Impala an sich zu reißen, dann hat man eine Vorstellung davon, welche Magie 3 South & Banana auf den Tisch bringt.

Das hypnotisierende Video der Single, das körniges, sich schlängelndes Filmmaterial von Stammestänzen zeigt, passt zur Musik wie angegossen, wenn die stampfende, fast reglementierte Perkussion gummierten, gezeitenabhängigen Basslinien und schimmernden, gleitenden Gitarrenparts gegenübergestellt wird. Wenn Aurélien Bernard mantrahaft singt “Let it be/smile at me/let it go/dying flow”, kommt man nicht umhin, an Syd Barrett und seinen kindlich-fröhlichen Ausdruck in Reimpaarungen zu denken.

Stampfende, fast reglementierte Perkussion wird gummierten, gezeitenabhängigen Basslinien und schimmernden, gleitenden Gitarrenparts gegenübergestellt

Das Lied geht weiter mit einem übergreifenden lyrischen Thema der emotionalen Erleuchtung und der Emanzipation von Sorgen und Beschwerden. Er singt vom Aufstieg in die Stratosphäre und von der Einstimmung auf seinen eigenen Geist. “I was deaf”, fährt er fort, “But now I hear/the atmosphere/inside my head”.
So ist die heitere, strahlende Energie dieser Musik, und es kann gut sein, dass man sich mit ihm zusammenfindet, um die alte Nudel zu entspannen, und sobald der Corona-Lockdown vorbei ist, wird diese Single die Titelmelodie für eure sonnendurchtränkten Abenteuer sein.

Geschrieben von Chris Bently