Rezension: Michael Golden Single Der Rhein

indieRepublik ist unermüdlich auf der Suche nach dem besten Indie-Pop: Hier besprechen wir die neue Single The Rhine von Michael Golden aus Indiana The Rhine” ist eine spärliche, folkige, mittelalterliche […]

Written By Noel Maurice

On Dezember 16, 2020
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indieRepublik ist unermüdlich auf der Suche nach dem besten Indie-Pop: Hier besprechen wir die neue Single The Rhine von Michael Golden aus Indiana

The Rhine” ist eine spärliche, folkige, mittelalterliche Totenklage, die introspektiv das Thema der alt gewordenen Liebe beklagt.

Es ist die fesselnde dritte Single aus dem Debütalbum ‘Some Kind of Holiday’ des Singer-Songwriters Michael Golden aus Indiana. Der Song beginnt mit Goldens einsamem metrischen Gesang, sanft begleitet von einem feierlichen Cello und einer perkussiven Akustikgitarre, die unheimlich zu hallen scheinen, als ob sie im Turm einer gotischen Burg mit Kerzenlicht über dem Rhein gespielt würden.

“Erinnert an die schroffen Arbeiten von Nick Cave oder die isolierte Melancholie von Leonard Cohen”

Die poetische Ballade beginnt schnell, Sie mit ihrer lyrischen Kadenz zu hypnotisieren. Im weiteren Verlauf des Songs werden wir durch geisterhaften weiblichen Gesang, der Michaels Erzählung überlagert, und den satten Unterstrom höhlenartiger Streicher tiefer in den Rhein hineingezogen, am Ende der Phrase singen sie unisono “there came one from two, the world withdrew, I’m holding onto you”.

“Goldens Herangehensweise an Songwriting und Aufnahme ist äußerst eigenwillig”

Es erinnert an die schroffen Arbeiten von Nick Cave oder die isolierte Melancholie von Leonard Cohen. Die Single “The Rhine” beschränkt sich im Vergleich zu den anderen Singles von “Some Kind of Holiday” auf das Nötigste in Arrangement und Komposition, was ihr eine interessante Art von Reiz verleiht, da sie den Raum zwischen den Worten und die minimale Instrumentierung als zwingendes musikalisches Element nutzt.

Goldens Herangehensweise an das Songwriting und die Aufnahme ist sehr eigenwillig und erinnert gleichzeitig an die eher poppig angehauchten Folk-Balladen der 70er Jahre. Als kuriose Randnotiz in die Welt von Michael Golden scheint es, als ob er auf seinen Pressefotos ständig von einer Art Marionette begleitet wird, oder vielleicht ist es ein Puppendouble von ihm selbst, und das lässt einen sicherlich fragen, was im Kopf hinter diesen Songs vor sich geht.

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