Die Musik von Basil Panagop ist entspannt, selbstbewusst und nachdenklich. Es ist Hip-Hop, die Art, die in der Trägheit schwelgt, in einer trägen Gewissheit.

Basil Panagop selbst scheint auf den ersten Blick ein Rätsel zu sein: Er trägt einen Namen, der griechisch sein könnte oder auch nicht, und meldet sich per E-Mail als Vasil an (ist er vielleicht doch Russe?). Er stammt aus Kanada, lebt/lebte aber in Glasgow. Er ist ein Rapper, entwirft aber Kleidung. Er hat (offenbar) einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften.

Seit er von seiner kanadischen Heimat nach London und dann nach Glasgow gezogen ist, veröffentlicht er Musik. Der junge Mann, der beinahe Hedgefonds-Manager geworden wäre, hat die Jahre damit verbracht, seine Weltsicht zu festigen, seine Stimme zu entwickeln und Sounds zu erforschen, die beides untermalen.

Seine neueste Single MTL ist von der Zeit inspiriert, als er als junger Mann zum ersten Mal aus dem ruhigen Novia Scotia, wo er aufgewachsen war, nach Montreal ging.

Montreal beschreibt er als einen Ort, der ihn in seiner Geradlinigkeit, seiner Schroffheit und seiner unverblümten Sexualität begeisterte. Es war der erste Ort, an dem er Menschen begegnete, die selbstbewusst mit ihrer Sexualität umgingen, unabhängig davon, wie sich diese Sexualität darstellte. Er hält sich mit Details zu sexuellen Abenteuern, die er in dieser prägenden Zeit in Montreal erlebt hat, zurück, aber man hat das Gefühl, dass er die Stadt als ein weniger unschuldiges Wesen verlassen hat, als er angekommen war.

Die Schroffheit Montreals ist etwas, das er auf seine Weise in Berlin wiederfand und was ihn dazu brachte, sich in die europäische Hauptstadt zu verlieben und nach seinem Aufenthalt in Großbritannien dorthin umzuziehen.

MTL schwebt mit ein paar lockeren Hintergrundgeräuschen in die Boxen, dann erklingt ein Klavierstück, das wie der Anfang von Dave Brubecks Jazz-Klassiker Take Five klingt, aber die Taktart ist verändert und zu einem treibenden Hi-Hat-getriebenen Four-Square-Beat ausgerichtet. Die Instrumentierung ist, typisch für Panagops Schaffen, sparsam gehalten, mit Klängen und Instrumenten, die je nach Stimmung ein- und ausgehen. Es gibt auch seine charakteristische Verwendung von sowohl verlangsamten als auch beschleunigten Helium-Vocals, die in der dritten Strophe ein- und ausschwingen.

Könnte Aufregung oder paranoide Halb-Panik sein

Und die Atmosphäre zieht sich unedlich durch den Track. In der vierten Strophe geht die HiHat in den Overdrive und beginnt sich zu wiederholen und zu überlagern, bevor sie ausfällt und später wieder zurückkommt, so dass man ein Gefühl bekommt, das Aufregung oder paranoide Halb-Panik sein könnte… man weiß es nicht, aber die Stimmung und die schwere Schläfrigkeit, die hinter dieser spuckenden HiHat liegt, lässt einen so oder so nicht unberührt.

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