MOST WANTED: MUSIC 2021: A TIME FOR CHANGE

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MOST WANTED: MUSIC 2021: A TIME FOR CHANGE

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Most Wanted: Music wird im Jahr 2021 erneut stattfinden. Vom 26. bis 28. Oktober kamen Künstler, Promoter, Booker, Techniker und Aktivisten zusammen, um die wachsende und sich verändernde Musikindustrie mit einer hoffnungsvollen Vision für die Zukunft zu diskutieren.

Dziuba Joplyn live bei MW:M21 | Martin

Die von der Berlin Music Commission durchgeführte Veranstaltung fand in diesem Jahr in Form einer hybriden Online-Offline-Veranstaltung statt, d.h. Künstler und Industrie konnten sich persönlich in der Kulturbrauerei Berlin treffen oder per Fernzugriff online an der Veranstaltung teilnehmen. Die persönliche Veranstaltung folgte den 2G (geimpft oder genesen) Gesundheitsvorschriften, was eine sichere und befreiende Umgebung ermöglichte, die sich wie eine erfrischende Rückkehr zu neuen Ideen und inspirierender Musik anfühlte. 

„eine sichere und befreiende Umgebung, die sich wie eine erfrischende Rückkehr zu neuen Ideen anfühlte“

Das Thema für die diesjährige Most Wanted: Musikkonferenz war #Veränderung, etwas, auf das wir alle vorbereitet sind, da die Welt nach über einem Jahr harter Abriegelungsmaßnahmen zu relativer Normalität zurückkehrt. Das Festival tat jedoch gut daran, über die durch die Pandemie auferlegten Veränderungen hinauszublicken und sich stattdessen auf die spannende Chance für Reformen zu konzentrieren.

Im ersten Workshop, an dem ich teilnahm, ging es um NFTs (Non-Fungible Tokens), die derzeit wie ein potenzieller Game Changer in der Branche aussehen. Sie zu verstehen, kann ein schwieriger Ausflug in die Welt der Kryptowährungen sein, aber der Vortrag war sehr klar, nachvollziehbar und spannend formuliert. In ähnlicher Weise präsentierte MusicHub einen auf Künstler fokussierten Workshop über die Verwaltung von Rechten und Tantiemen in der Streaming-Ära, und TikTok hielt einen aufschlussreichen Vortrag über die Content-Plattform, der mit einer informativen Frage- und Antwortrunde endete.

MW:M21 – Foto von Stefan Wieland

Vielfalt und Inklusivität standen auch im Vordergrund der Gespräche dieser Woche, vom 50/50 Geschlechterverhältnis der Redner und Performer bis hin zu Workshops über BIPOC-Stimmen, die #metoo-Bewegung und Intersektionalität, um nur einige zu nennen. Diese Gespräche waren auch nicht auf ihre eigenen Workshops beschränkt, und es war gut zu hören, dass sie in Workshops über Musikpädagogik, NFTs und sogar AI angesprochen wurden.

Wirklich wunderbar, die Atmosphäre und Positivität zu spüren

Außerdem gab es Workshops und Diskussionen über Podcasting, den Klimawandel in den sozialen Medien, Nachhaltigkeit, neue kreative Technologien und Innovationen in der Musikproduktion. Ich hätte mir gerne all diese interessanten und aufschlussreichen Workshops angesehen, wenn nur die Klontechnologie so weit fortgeschritten wäre wie das, was wir derzeit in der Kreativwirtschaft haben.

Tanzen wie im Jahr 2018

Natürlich war es unglaublich aufregend, das vielfältige Angebot an Live-Auftritten von Künstlern aller Genres und Hintergründe zu sehen. Der frische Geist des Neuen war wirklich stark, mit einigen Highlights wie dem wunderschön gestalteten Neo-Soul von Moses Charles, einigen durchweg überraschenden Experimenten in der Weltmusik von Olicía und einem emotionalen abschließenden elektronischen Set von Joplyn, das das Publikum tanzen ließ, als wäre es 2018.

Es war wirklich wundervoll, die Atmosphäre und die positive Stimmung auf dem diesjährigen Most Wanted zu spüren: Music. Nach über einem Jahr der Ungewissheit war es schön, eine so selbstbewusste Präsentation neuer und interessanter Ideen zu sehen. Es war ein direkter Schuss Inspiration, der uns alle daran erinnert hat, wozu Musik fähig ist und warum wir sie so sehr vermissen. Es wird spannend sein, in eine Branche zurückzukehren, die so viel Hoffnung für die Zukunft hat.