Chanel: flirty and intellectual…

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Als ich die Pressemappe von Chanel öffne, freue ich mich. DIN A4 Drucke auf Karton mit Karl Lagerfeld Fotos – yay! Und ja, ich finde Chanel eine tolle Marke, die das biederhafte Image abgelegt hat und mit Karl Lagerfeld zu ihrer Unangepasstheit und Authentizität zurück gefunden hat. Aber wie auf einer indie Seite über Chanel schreiben? Beim Lesen des Pressetextes wird mir wieder klar, dass es nicht nur fast unmöglich ist, sondern mich auch befremdet, was ich da lese. Die Show auf der Fashion Week heißt “Make Fashion Not War” – eine Parallele, die hier gezogen wird, die zeigt, dass die Branche sich ihrer Oberflächlichkeit nicht mal schämt – oder bewusst ist?  Die Spitze wird “Peace & Love” genannt und der Chanel-Stil dieses Jahr soll “flirty and intellectual” sein. Geht es nur mir so? Ich finde es unglaublich affig und schade, denn das hat die Marke gar nicht nötig. Die Mode ist inspirierend, kreativ, modern und sehr ästhetisch.  Und vor der künstlerischen Leistung Karl Lagerfelds und vor ihm als unangepasste, querdenkende Künstler-Persönlichkeit, die kein Blatt vor den Mund nimmt, habe ich großen Respekt. Bleibt nur zu hoffen, dass das Begleit-Geplänkel “nur” von Marketing-Seite stammt, die damit versucht, ganz flirty and intellectual daher zu kommen.

Die Fotos enthalten wir Euch selbstverständlich deswegen nicht vor, denn sie sind wunderschön. Enjoy. Alle Fotos, auch oben: © 2014 by Karl Lagerfeld, CHANEL – Photo Karl Lagerfeld

Artikel: Mia Morris